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Titel: Nahost-Konflikt bremst das globale Versicherungswachstum – Wo liegen die Chancen?

8. Juli
2 Min. Lesezeit

Die aktuelle sigma-Studie des Swiss Re Institute zeichnet ein herausforderndes Bild für die Versicherungsbranche im Jahr 2026. Der jüngste Konflikt im Nahen Osten wirkt als vierter großer Angebotsschock innerhalb von sechs Jahren und dämpft das weltweite Wirtschaftswachstum spürbar.


Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • 📉 Globales Wachstum unter Druck: Das reale BIP-Wachstum kühlt sich auf 2,5 % ab, was zu einem Rückgang des globalen Prämienwachstums auf 1,3 % in realen Werten führt (nach 3,9 % im Jahr 2025).

  • 🛡️ Nichtleben-Versicherungen: Hier zeigen sich deutliche Bremsspuren. Mit einem erwarteten realen Wachstum von nur 0,6 % liegt die Branche aufgrund von wettbewerbsintensiven Preiskonditionen und moderater wirtschaftlicher Dynamik unter ihrem langfristigen Trend.

  • 📈 Resilienz in der Lebensversicherung: Dank des anhaltend höheren Zinsumfelds blickt die Sparte optimistischer in die Zukunft. Ein erwartetes Prämienwachstum von 2,3 % liegt über dem langfristigen Trend – getrieben durch attraktivere Rentenprodukte und eine wachsende Nachfrage in den Schwellenländern.

  • 🚀 Der KI-Boom als Wachstumstreiber: Wo Risiken entstehen, entstehen neue Märkte. Massive Investitionen in KI-Infrastruktur – teils auf die physischen Komponenten entfallende 450 Mrd. USD innerhalb der 750 Mrd. USD Gesamtinvestitionen für 2026 – schaffen komplexe neue Risikopools. Für Versicherer eröffnet dies signifikante Potenziale in Sparten wie Engineering, Sach und Haftpflicht.


Fazit von V&P Capital: Jérôme Haegeli, Group Chief Economist bei Swiss Re, bringt es auf den Punkt: Geopolitische Risiken sind zu einem strukturellen Merkmal der Weltwirtschaft geworden.


„In dem Maße, in dem Volkswirtschaften in KI-Infrastruktur, Energiesysteme und widerstandsfähigere Lieferketten investieren, entstehen völlig neue Risikopools. Die Versicherungswirtschaft reduziert nicht nur die Risiken dazu, sondern ermöglicht auch die Transformation der Realwirtschaft und gibt den Risiken einen Preis.“


Ein spannender Ausblick, der zeigt: Trotz makroökonomischer Gegenwinde bietet der technologische Wandel enorme Chancen für die Branche, sich als „Stoßdämpfer“ in einer fragmentierten Welt neu zu positionieren.

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